Das TagungsFestival "Leben-Sterben-Feiern"

findet seit 2011 alle zwei Jahre im ZEGG-Seminarzentrum in Bad Belzig statt. Beruflich wie persönlich interessierte Menschen – Erwachsene, Kinder und Jugendliche – begegnen sich hier. Wir teilen und gestalten miteinander Erfahrungen, Wissen und Weisheiten zu Lebensübergängen, Sterben und Trauern.

Das TagungsFestival bietet ein Forum für Menschen, die sich mit den Lebensthemen um Sterben, Tod und Trauern in kreativer Weise befassen, sich einbringen, austauschen und vernetzen, und miteinander feiern möchten.
Diese Tagung zum Mitmachen – nach den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten – ist für alle interessierten Menschen offen. Sie dient als Experimentierraum,

  • sich mit diesen intensiven und faszinierenden Lebensthemen zu befassen
  • in dem persönlich wie professionell interessierte Menschen sich begegnen, voneinander lernen und sich vernetzen können
  • in dem Heilsames erfahren werden kann
  • der Impulse gibt, Neues auszuprobieren.

Nie erfahren wir unser Leben stärker
als in großer Liebe
und in großer Trauer.
R.M. Rilke

2023 findet unser “Leben-Sterben-Feiern” zum siebten Mal statt. Wir widmen uns diesen Lebensthemen in vielfältiger Weise – und insbesondere ist diesmal unser Motto, unser Schwerpunkt:

„End-lich leben – lebendig sterben“

Wie können wir in unserem Leben Aufgestautes in Fluss bringen, um wirklich lebendig zu sterben – und wie können wir unser Sterben verstehen und eines Tages mitgestalten? Es gibt Impulse und Forschen zu: „Entwicklungstraumatisierung als Grundlage und Hindernis für ein lebendiges Leben“ und „Tod, Sterben und Trauern aus buddhistischer Sicht“.

Zusätzlich zu einigen Referent*innen werden wir einen Teil der Zeit mit euren Beiträgen, Themen, Anliegen, Projekten… gestalten und laden Euch also ein, dabei intensiv mitzuwirken. Weitere Infos dazu: Marktplatz / Offener Raum

Handlungsmacht und Verantwortung für uns und die Welt

Unsere Vision:

Wir Menschen erleben unsere Eigenmacht, Verantwortung und Gemeinschaft im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer als natürliche Anteile unseres Lebens. Wir erfahren Achtsamkeit, bekommen nach unseren Bedürfnissen und geben nach unseren Möglichkeiten (auch professionelle) Unterstützung. Wir gestalten Begegnungen und eine rituelle Kultur, die allen beteiligten Menschen dienen.

Übergänge und Verlusterfahrungen, Sterben und Trauern sind natürliche Anteile unseres Lebens… und gleichzeitig so besonders, ein Mysterium, auch besetzt mit vielerlei Fragen und Ängsten. Was geschieht, wenn wir uns diesen Wandelzeiten des Lebens und den damit verbundenen Schmerzen mit Liebe zuwenden?

Wie können wir dazu gute Bedingungen schaffen? Wie eine „neue“ Begegnungs- und Ritualkultur miteinander erleben und weiterführen? Eine Kultur der Selbstermächtigung, Eigenverantwortung und Gemeinschaftlichkeit. Dazu möchten wir Formen des lebendigen und schöpferischen Umgangs miteinander teilen und erforschen und als unser menschliches Kulturgut weiter entwickeln

Sterben, Tod und Trauer brauchen Gemeinschaft

Wir Menschen sind oftmals überfordert, wenn wir nur individuell mit existentiellen Lebenssituationen umgehen sollen. In Gemeinschaft miteinander (und mit uns selbst) dienen Austausch, Musik und Rituale dazu, dass wir uns aufgehoben fühlen mit allem, was uns betrifft; dass wir ausdrücken und mitteilen können, was uns bewegt.

Der Wunsch, von Tod und Trauer möglichst „verschont“ zu bleiben, wirkt – bewusst oder unbewusst – in vielen Menschen. Damit handlungsfähig zu werden, wird verschoben. Und tritt dann eine Verlustsituation ein, wird sie oft als eine Art Lebenskatastrophe empfunden, es wird professionelle Hilfe aufgesucht… Wir möchten dazu beitragen, wieder vorbereitet und eigenmächtig mit Verlusterfahrungen und Sterbeprozessen, mit Tod und Trauer umgehen zu lernen – und eine tragende Begegnungs-, Trauer- und Gedenk-Kultur entwickeln.

Eine rituelle Kultur in Lebens-Wandel-Sterbezeiten

Das TagungsFestival gibt einen (auch rituellen) Rahmen, sich mit unserem Menschheitswissen zu Tod und Trauer zu befassen, einander und der Wahrheit des Todes zu begegnen, den Gefühlen und Fähigkeiten Raum zu geben, und miteinander Formen des lebendigen Umgangs weiter zu entwickeln. Dazu gehört auch besonders die Gestaltung von Ritualen, rituellen Abläufen und Handlungen. Von diesen wird die gesamte Tagung durchzogen und getragen sein.
… weiterlesen: zeitgemäße Ritualkultur

Kinder & Jugendliche

Ganz bewusst laden wir auch Kinder und Jugendliche zum TagungsFestival ein. Sie haben ein elementares Recht, an allem beteiligt zu sein, was ihr Leben angeht. Häufig haben sie ein unbefangenes Umgehen mit dem Tod und inneres Wissen, von dem wir Erwachsenen einiges lernen können.
… weiterlesen: Kinder & Jugendliche

Dem Wandel Kraft geben

Wir Menschen sind Teil von Erde und Natur, wir erleben persönliche wie kollektive Verluste und Umbrüche. Das sind zwei Dimensionen unseres Lebens, die untrennbar miteinander verbunden sind. Sie (be-)treffen einzelne Menschen ebenso wie ganze Völker.

In beiden Dimensionen kennen und leben wir das Wahrnehmen und das Wegschauen, das Mitgefühl und das Nicht-Spüren, den Schmerz und die Betäubung, die Ohnmacht und die Eigenmacht, die Verantwortung und das Wegschieben… und alle Facetten dazwischen.

Möge unser TagungsFestival ein Beitrag zu diesem Wandel sein.

„Der Schmerz um die Welt“
Joanna Macy, Tiefenökologin

„Wir sind zugleich Sterbebegleiter für eine endende Kultur und Hebammen für eine neue langfristig lebenserhaltende Welt. Beides findet zur gleichen Zeit statt. Wir sind mitten drin und können Einfluss nehmen, wie sich dieser Übergang vollzieht. Lasst uns gemeinsam dem Wandel Kraft geben.“
Joanna Macy

„Leben – Sterben – Feiern“

Lebenswissen zum Tod

Das TagungsFestival
für persönlich und beruflich interessierte Menschen

— Erwachsene, Kinder und Jugendliche —

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